Holztreppe Berlin – Planung, Material und Anfrage
Wissen, Planung und Praxis

Holztreppe Berlin – Planung, Material und Anfrage

Treppen & Innenausbau

Holztreppe planen: Grundriss, Maße und Bauform wählen

Die passende Treppenform ergibt sich aus dem vorhandenen Raum, den Anschlüssen und der gewünschten Nutzung. Mit einer einfachen Bestandsaufnahme lassen sich Grundriss, Maße und Bauform eingrenzen, bevor konkrete Planungen oder Angebote entstehen.

Raum und Grundriss prüfen

Beginnen Sie mit einem maßstäblichen Grundriss des betroffenen Geschosses. Markieren Sie Treppenöffnung, Geschossdecke, Türen, Fenster und die Wege zum Antritt unten sowie zum Austritt oben. Im Bestand ist außerdem wichtig, welche Bauteile unverändert bleiben müssen und wo Veränderungen möglich sind. Besonders hilfreich ist eine Skizze, die nicht nur die Fläche, sondern auch die tatsächlichen Hindernisse im Laufweg zeigt.

Die wichtigsten Maße erfassen

Notieren Sie die Geschosshöhe zwischen den fertigen Fußböden sowie Länge und Breite der verfügbaren Treppenöffnung. Messen Sie außerdem die zur Verfügung stehenden Laufwege an den Enden und die Breiten von Türen, Gängen und anderen Durchgängen. Bei der Aufnahme sollten Sie klar angeben, ob sich die Öffnung in der Decke befindet oder ob ein Treppenlauf in einen bereits vorhandenen Raum geführt werden soll. Unklare oder noch nicht fertig ausgestattete Maße sollten entsprechend gekennzeichnet werden.

Gerade, gewendelt oder mit Podest

Eine gerade Treppe führt ohne Richtungswechsel nach oben. Eine gewendelte Treppe ändert die Richtung mithilfe keilförmiger Stufen und benötigt dafür entsprechend Platz. Bei einer Podesttreppe verbindet eine Zwischenfläche mehrere Treppenläufe. Welche Bauform infrage kommt, hängt vor allem vom Grundriss, von den vorhandenen Öffnungen und davon ab, wie die Treppe genutzt werden soll. Der gewünschte Eindruck allein reicht deshalb nicht aus, um eine Treppenform festzulegen.

Offene oder geschlossene Ausführung

Auch die Gestaltung beeinflusst den benötigten Raum und die Ausführung. Eine offene Treppe lässt zwischen den Stufen Zwischenräume sichtbar. Bei einer geschlossenen Variante werden diese Bereiche durch Setzstufen vertikal abgeschlossen. Entscheidend ist daher nicht nur die Treppenform, sondern auch, welche Wirkung im Raum gewünscht ist und welche Geländer- und Handlaufvarianten vorgesehen werden. Diese Punkte können anschließend separat mit der zuständigen Fachplanung besprochen werden.

Entscheidung vorbereiten

Fassen Sie Ihre Angaben in einer kurzen Projektbeschreibung zusammen: Raum und Geschoss, vorhandene Öffnung, erfasste Maße, gewünschte Treppenform, offene oder geschlossene Ausführung sowie vorhandene Anschlüsse. Markieren Sie außerdem, welche Punkte noch vor Ort geprüft werden müssen. Mit dieser Übersicht lässt sich anschließend prüfen, ob verschiedene Planungsvorschläge auf derselben Grundlage beruhen und ob erkennbare Randbedingungen berücksichtigt wurden.